Donnerstag, 18. Juni 2009

Tierisches Vergnügen unterm Zeltdach

Beim Auftritt des Circus Probst verschlug es so manchem der 850 Zuschauer die Sprache, ob der atemberaubenden Akrobatik der Artisten. Ungesichert wirbelten diese in mehren Metern Höhe durch die Luft und vollführten unter anderem einen einarmigen Handstand, bei dem sie auch noch mit Reifen jonglierten. Man sah die Spannung in jeder einzelnen Faser der durchtrainierten Körper und konnte selbst förmlich spüren, welch enorme Kräfte dort wirken.

Doch nicht nur die Artisten überzeugten. Der Zirkus bietet eine gelungene Mischung aus Akrobatik, Showeinlagen mit Tieren und Comedy. Besonders viele Lacher konnte Clown Jim Bim einsammeln, bei dem der Name Programm war. Vermeintlich unter Alkohol, widerfuhr ihm ein Missgeschick nach dem anderen. So stürzte er von der Leiter des aufgebauten Sprungturms und kam mit dem Gesicht auf dem Trampolin auf und nicht mit den Füßen. Den Besuchern gefiel es hörbar. Sehenswert machte die Nummer die gelungene Kombination von Comedy und Akrobatik.

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Die Frau, die mit den Tigern spricht

Der Zirkus Carl Busch präsentiert in seiner Show „Tigermama“ Carmen Zander mit ihren Königstigern

Unzählige Menschen auf der Welt halten sich Haustiere, viele davonKatzen – auch Stubentiger genannt. Dompteurin Carmen Zander spielt da in einer ganz anderen Liga. Ihre fünf Königstiger sind alles andere als kleine und harmlose Kätzchen.

Aalen. Geschmeidig bewegt sich der muskulöse Tiger aus dem Käfig. Mächtige Pranken und scharfe Eckzähne lassen den Zuschauer respektvoll erschaudern. Ganz ruhig geht die zierliche Carmen auf die Katze zu. Ein Wort genügt und das Raubtier gesellt sich friedfertig an ihre Seite, als Belohnung gibt es einen Kuss.
Schon seit klein auf begeisterten Raubtiere die in Chemnitz aufgewachsene Carmen Zander. Bei der Faszination blieb es auch vorläufig. Sie wurde Hochleistungssportlerin, musste den Beruf aber verletzungsbedingt an den Nagel hängen. So kam sie nach Berlin an die Artistenschule. Einsätze im Varietébereich öffneten die Tür, um mit Raubtieren zu arbeiten. Im März 2006 erfüllte sich ein Traum für Carmen Zander. Aus dem Safaripark Stukenbrock erwarb sie fünf Königstiger und zog sie mit der Flasche auf. „Fünflinge sind etwas ganz Besonderes und Seltenes“, schwärmt sie.

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Mittwoch, 17. Juni 2009

Große Liebe im Zirkus Probst

Weißwasser Wenn heute und morgen Regine Wohlfahrt und Marko Morling bei den Vorstellungen des Zirkus Probst durch das Programm führen, wissen die wenigsten, dass die beiden auf ungewöhnliche Weise zueinander gefunden haben. Ihre Liebesgeschichte ist so bunt und überraschend wie das Leben selbst.

2004 war Regine Wohlfahrt das erste Mal in Weißwasser. Hatte sich in ihren Honda Civic gesetzt, weil Probst hier gastierte und sie so große Sehnsucht nach ihrem Marko hatte. Zu diesem Zeitpunkt gehörte die heute 26-Jährige noch nicht zum Personal des Zirkus', musste, um ihren Freund zu sehen, dem Zirkus sozusagen hinterherreisen. Dabei hätte sie mit dem fahrenden Volk früher überhaupt nichts am Hut gehabt, erzählt sie und lacht, als die RUNDSCHAU mit ihr und dem Pressesprecher von Probst, Patrick Adolph, im Büro-Wagen des Zirkus' in Weißwasser zusammensitzt. Erste Blicke beim Tanz Doch der Reihe nach. Begonnen hatte alles in Frühjahr 2003 in Zwickau. Dort erlernte die zierliche junge Frau, die aus Mittweida stammt, an der Fachschule den Beruf einer Physiotherapeutin. Der Zufall wollte es, dass Probst ebenfalls in der Stadt war. „Die blöden Zirkusleute, habe ich noch gedacht, als die unseren Studentenparkplatz blockierten“, weiß Regine Wohlfahrt noch wie heute.

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Familienleben in der Zirkus-Manege

Kamele, Schlangen, Clowns, Tierdressuren, Seiltänzer, Feuerspucker und Messerwerfer sind für einen Circus normal. Wenn dieser aber von einer achtköpfigen Familie geleitet und gestaltet wird, ist das etwas besonderes.

Beim ,,Circus Bravo”, der vom 18. bis zum 21. Juni an der Spormecke auftritt, ist genau dies der Fall. Der Circus ist ein reiner Familienbetrieb der Lauenburgers, Eltern treten mit ihren Kindern auf und auch die Kindeskinder sind beteiligt. Die Altersspanne reicht von 69 Jahren beim Seniorchef bis zu 6 Jahren bei der jüngsten Tochter mit ihren ersten Gehversuchen in der Manege.

Alle sind eingebunden, um den Zauber entstehen zu lassen. Neben Circusdirektor Alfonso sind das dessen Frau Diana und die drei Töchter Angela, Deborah und Nesthäkchen Jolina. Neffe Marvin ist schließlich ebenso beteiligt, wie Alfonsos Eltern Adolf und Ursula. Während die Seniorchefin sich um die Verköstigung der Gäste mit süßen Leckereien kümmert, ist Adolf Lauenburger mit seinen 69 Jahren noch aktiv: Mit seiner Feuerschlucker-Show will er für ein heißes Erlebnis sorgen.

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Montag, 15. Juni 2009

Perfekte Zirkuskunst

BASEL. Der Termin gehört inzwischen zur festen Basler Agenda im Juni und doch bietet er Jahr für Jahr immer wieder neue Faszinationen der Zirkus-Kunst. Das bestätigte die Premiere des Schweizer National-Circus’ Knie am Freitag in der Rosentalanlage in Basel.

Ruhige Nummern wie die Hula-Hoop-Königin Yelena Larkina und ihre Ringe oder die starken Männer vom Duo Serjo mit ihren noch stärkeren Handstandkünsten, aber auch Jongleur Kris Kremo wechseln sich ab mit buntem Treiben in der Manege. Da ist einmal das Circus-Theater Bingo aus Kiew, das eine neue Artistengeneration präsentiert. Voller Übermut, aber mit großem Können, stürmen sie die Manege. Als "roter Faden", sind dieses Jahr die Schweizer Starbugs engagiert. Sie kommen ganz ohne Worte aus und bringen mit ihren von Tanz geprägten Auftritten die Besucher dennoch zum Lachen – wie in früheren Knie-Programmen wird hier eine Brücke gespannt von der Manegen- zur Bühnenkunst. Als Pendant gibt es das klassische Clown-Duo Les Rossyann mit Weißclown und nicht ganz so dummem August. Sie bezaubern das Publikum vor allem mit ihrer Musik.

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Tierische Akteure und Clownerei

Zirkus "Charles Knie" begeistert mit Programm Publikum

Erhard Goltze .GIESSEN. Mit verbundenen Augen hüpfte und hüpfte der junge Mann, obwohl das Seil, über das er springen sollte, gar nicht mehr da war. Clown Versace und seine anderen Helfer aus den Reihen der Zuschauer waren längst verschwunden. Es waren die kleinen, lustigen Szenen, die den Zirkus "Charles Knie" bei seiner Premierenvorstellung am Freitagabend ausmachten. Was dann Alexander Lacey mit seinen drei Löwen und seinen vier Tigern in der Manege anstellte, das war allerdings ganz großer Zirkus. Dabei war sein Kopf im Maul des gewaltigen Berberlöwen noch einer der einfach wirkenden Tricks.
Die Ränge waren wahrlich gut gefüllt. Geboten bekamen sie ein Feuerwerk cirsensischer Kunst. Schnell wurde klar, wie wichtig das Orchester war, das sich perfekt auf das Publikum einstellen konnte, im richtigen Moment die richtigen Anstöße gab.

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Samstag, 13. Juni 2009

"Veterinäre kontrollieren regelmäßig"

Zirkusdirektor über Tierhaltung - Auslauf für Zebra, Tiger und Co. bei "Charles Knie"

GIESSEN (Äat). Vorgestern am frühen Nachmittag war der Messeplatz noch blank gefegt, gestern Mittag stand dort plötzlich ein moderner Großzirkus. In einer logistischen Meisterleitung hat "Charles Knie" seine Zelt- und Wohnwagenstadt innerhalb kürzester Zeit von Limburg - dort begann um 15.30 Uhr die letzte Vorstellung - nach Gießen verlegt. Bereits am Abend waren die Gehege für die vielen Tiere aufgebaut, denn von Käfighaltung kann nicht die Rede sein. Die Pferde stehen in Boxen, wie sie in Reitställen zu finden sind, und die Löwen und Tiger verfügen sogar über einen großen Auslauf.
Die nächste Überraschung ist ein ganz junger Direktor, denn Sascha Melnjak ist gerade einmal 34 Jahre alt. Aus jedem Satz, mit dem er über seinen Zirkus berichtet, spricht die Begeisterung, mit der er seine Liebe zum Beruf gemacht hat.

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