Freitag, 12. Juni 2009
Elefanten, Watussis und Küsschen vom Seelöwen
Längst sind die rot-weißen Giebel über der zwölfeinhalb Meter hohen Kuppel zu erkennen, das Gerüst der Zuschauertribüne steht. Kaum zu glauben, dass der Zirkus Charles Knie noch am Donnerstagabend in Limburg gastiert hat. Direkt nach der Vorstellung wurde alles abgebaut und nach Gießen transportiert, wo gestern früh um sechs mit dem Aufbau begonnen wurde. »Normalerweise haben wir einen Tag Pause dazwischen«, sagt Sascha Melnjak. Doch weder beim Zirkusdirektor noch beim 30-köpfigen Aufbaupersonal kommt Hektik auf angesichts der Tatsache, dass bis zum Abend alles bereit sein muss für die festliche Premiere an der Ringallee.
Routiniert werden Kabel verlegt und Platten im Eingangsbereich aneinander gefügt, damit die Besucher von der Kasse bis zu ihrem Sitzplatz festen Boden unter den Füßen haben. Zwei weitere Mitarbeiter säubern Tiergehege mit einem Schlauch. »Wir sind der artenreichste Zirkus in Deutschland
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Elefanten erobern Kronach
Lautes Trompeten kündigt die Dickhäuter an. "Was ist denn das?" Viele Kronacher, die nur einkaufen wollen, schauen ratlos um sich. "Schau mal Mama, drei riesige Elefanten!" Die Elefantenkühe Maja, Dehli und Laika wollen nicht einkaufen, sondern freuen sich auf ein leckeres Frühstück.
Die drei Dickhäuter visieren Marktleiter Andreas Büttner an, der mit einigen Mitarbeitern und vor allem mit viel Obst, Gemüse und Toastbrot auf die drei Damen wartet. Diese heben den Rüssel und trompeten erneut. Laut Tamara Renz vom Zirkus Renz wollen sie damit Menschen begrüßen und Freude ausdrücken.
Eine Familie, ein Zirkus
VORDERHAGEN - Der Zirkus ist ihr Leben. Das war schon immer so, und das soll auch in Zukunft so bleiben. Yvonne und Benno Traber sind beide in Zirkusfamilien aufgewachsen. Einen anderen Weg einzuschlagen, nein, das ist für sie nie in Frage gekommen. "Wir können uns nichts anderes vorstellen", sagt Benno Traber. "Ein geregeltes Leben wäre nichts für uns." Seit zehn Jahren haben die beiden Artisten ihren eigenen kleinen Familienzirkus und touren gemeinsam ihren sieben Kindern, dem Bruder von Benno Traber, dem Lama, den beiden Ponys, den drei Eseln, Hunden und Tauben durch Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Den Winter und den Frühling haben sie in Vorderhagen verbracht, nun beladen sie in wenigen Tagen wieder ihre Wagen und ziehen weiter.
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Manege frei für 200 Jahre Familientradition
Rain Routiniert hüpft Miguel zum Aggregat, drückt einen roten Knopf und schaltet den Strom aus. Dann schlüpft er durch den Zaun und sucht Calito. Der ist nämlich genauso klein wie Miguel. Calito ist ein schokobraunes Pony, welches zusammen mit weiß-schwarz-gepunkteten Artgenossen auf einer kleinen eingezäumten Wiese vor sich hintrabt. Miguel ist vier Jahre alt und der Sohn von Hermann Schmidt - dem Direktor von Circus Feraro. Zusammen mit neun weiteren Geschwistern machen Miguel und seine Familie gerade Stopp in Rain und öffnen ihre Manege ab heute für vier Vorstellungen.
Seit 200 Jahren
Der Circus Feraro ist ein kleines Familienunternehmen, das schon seit über 200 Jahren besteht, erklärt Direktor Schmidt. Bei ihm laufen alle Fäden zusammen, er kennt jedes Sandkorn in der Manege. Der 52-Jährige führt den Zirkus in dritter Generation. Zusammen mit Ehefrau Lena und seinen zwei Schwestern reist er nun schon seit 25 Jahren durch Deutschland und verzaubert Klein und Groß. Besonders stolz ist er auf seine 21 Schlangen, die Sohn Aaron unter seiner Obhut hatWeiterlesen
Renz Premiere: Atemlose Stille im Zirkusrund
Riesig war der Andrang zur Premierenvorstellung des Großcircus, der noch bis zum morgigen Sonntag auf dem Loher Schützenplatz weilt. „Ich hab' damit gerechnet, dass es voll wird, aber nicht, dass es so voll wird”, freute sich Circuschef Daniel Renz, der etwas andere Dompteur im Tigerkäfig, über ein ausverkauftes Haus. 2000 Zuschauer erlebten eine Vorstellung, die alle guten Zutaten bester circensischer Unterhaltung besaß.
Zum Lachen und Staunen brachten die tierischen und menschlichen Stars in der Manege ihr begeistertes Publikum, das mit donnerndem Applaus nicht geizte, Spaß verstand und - wo immer eingeladen - zum Mitmachen bereit war. Insbesondere Clown Pom-Pom, der freche Charmeur, fand immer wieder willige Mitstreiter unter der Circuskuppel.
Ein kleine Truppe sorgt für eine große Zirkus-Show
(BAD WALDSEE/sz) Zum ersten Mal seit Gründung dieses Zirkusses gastiert Circus Gebrüder Renz derzeit in Bad Waldsee in der Steinstraße. Das kleine Unternehmen besteht aus zwei Familien und rund 20 Tieren. Die Vorstellung wird von sieben Akteuren geboten, was im Publikum durchaus als große Leistung angesehen wird. So auch von Trude Belz (85), die es faszinierend findet, "dass so wenige Akteure so viel leisten". Außerdem ist ihr bewusst, dass "hinter Tierdressuren viel Arbeit steckt, die man gar nicht unbedingt sieht."
Donnerstag, 11. Juni 2009
Spannung, Spaß und Abwechslung bei Circus Krone
Nach sechs Jahren gastiert der Circus Krone wieder einmal in Bamberg und bot zur Premiere vor gut besuchtem, wenn auch nicht ganz ausverkauftem Haus am Mittwochnachmittag eine bunte, sehenswerte Mischung aus Artistik, Comedy und natürlich jeder Menge Tiernummern.
In der knapp dreistündigen Show waren Spannung, Staunen und viel Spaß angesagt. Während der Clown „Totti“, Van der Val mit seiner skurrilen Komik sowie die Clowns der Familie Alexis unermüdlich die Lachmuskeln der Besucher strapazierten, hielten besonders die Jüngsten bei der Raubtiernummer den Atem an. Es war aber auch eine tolle Nummer, die der junge Dompteur Martin Lacey jr. den Zuschauern bot. Gekonnt hielt er seine wilden und fauchenden Raubtiere unter Kontrolle und ließ sich am Ende sogar in kniender Haltung von einem der Tiere überspringen. Der Höhepunkt seiner Darbietung jedoch war die Präsentation des majestätischen weißen LöwenWeiterlesen